Einen persönlichen Blog zu haben ist entweder eine strategische Entscheidung, oder ein Anachronismus, oder beides.

Bei Nerds wie mir hat Bloggen auch immer etwas mit der technischen Basis zu tun. Angefangen habe ich mal auf Blogger.com (nach den ersten eigenen statischen Websites). Dann lange Jahre mittels Wordpress. Für eine zeitlang hatte ich meinen persönlichen Blog auf Medium (jetzt bitte nicht suchen, da finden sich nur eine Handvoll Beiträge über die letzten Jahre). Warum jetzt nochmal "hello world", warum ohne Archivfunktion, warum auf neuer Basis?

RIP alte Blogs

Wordpress kann so unglaublich viel, dass es mir für private Zwecke viel zu mächtig geworden ist... und wenn man seine Installation nicht intensiv bekümmert, dann wird sie einem dank regelmäßig aufploppender Sicherheitslücken von Malware etc. zerschossen. Das macht nur Ärger. Davon habe ich die Schnauze voll. Medium? Hat irgendwann auch anfangen müssen zu monetarisieren und ging mir zuletzt als Leser selbst total auf den Keks... dann will ich auch niemanden da drauf zerren, wenn ich dort publiziere.

Also gar nicht mehr schreiben? Nee, ab und an soll es noch sein.
Also auf irgendwelchen Social-Plattformen schreiben? Nee, ich will gerne meinen eigenen Content noch selbst verwalten und behalten.

Ghost ist eine Plattform, die ich hab entstehen sehen - mit deren Kickstarter-Funding ganz zum Start des Projekts. Damals ausschließlich self hosted, mit Markdown Editor und ganz viel nix. Jetzt, einige Jahre später, ist daraus ein richtiges Business geworden, aber ein Non-Profit:

About Ghost - The Open Source Publishing Platform
Find out more about the non-profit organisation behind Ghost – building open source technology for the future of journalism & publishing.

das, neben der technischen Reife, imponiert mir. Die meisten neuen Features? Brauch ich nicht. Mir reicht es, eine Plattform zu nutzen die funktioniert, die mich schreiben lässt, bei der ich genug Kontrolle behalte, und die mir und den Lesern Spaß macht.

Hello world, nochmal!